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Aufgaben & Ziele

Ausgangslage
Mit geförderten Sanierungsmaßnahmen konnten seit Anfang der 1970er Jahre städtebauliche Defizite umfassend beseitigt werden. In Zeiten von demographischem Wandel, Einwohnerstagnation oder –rückgang und in allen Bereichen veränderten Rahmenbedingungen genügt die Sanierung von Gebäuden, Freiflächen  und öffentlichem Raum  heute nicht mehr, um Zentren attraktiv zu halten. Die Kooperation mit den NutzerInnen, EigentümerInnen, Gewerbetreibenden etc. ist Bedingung für die weitere positive Entwicklung der Zentren.
 
Innenstädte waren und sind wirtschaftliche Zentren und Identifikationsorte. Verschiedene Entwicklungen führen jedoch teilweise zu einer sinkenden Werthaltigkeit der Immobilien – insbesondere in kleineren Städten, in Nebenlagen oder auch in schrumpfenden Städten. Hier ist die Zukunftsfähigkeit des Wohn-, Einkaufs- und Aufenthaltsstandortes Innenstadt in Gefahr.
 
Die Konkurrenz durch Einkaufsmärkte, Versand- und Internethandel ist stark angewachsen, vielerorts sind auch Einrichtungen der kommunalen Infrastruktur an autogerechte, „modernere“ Standorte auf der grünen Wiese verlegt worden. Teile der Bevölkerung schätzen die vergleichsweise günstigen Einkaufsmöglichkeiten. Der oft inhabergeführte innerstädtische Einzelhandel erkennt nicht überall die Notwendigkeit für Veränderungen; ein „Weiter-so“ wird als Strategie nicht ausreichen, um Standorte außerhalb florierender 1a-Lagen zukunftsfähig zu machen.
 
Folgen sind u.a. Immobilienleerstände, der Einzug von nicht wünschenswerten Nutzungen, sinkende Sanierungsbereitschaft der Eigentümer, Wegfall wichtiger Versorgungsfunktionen in den Zentren. Ein Teufelskreis entsteht.  Die Suche nach „neuen“ Nutzungen und Funktionen für die Zentren ist in vollem Gange.
 
Es muss gelingen, in den Städten und Gemeinden den Schulterschluss aller AkteurInnen der Zentrenentwicklung zu erreichen, um sich gemeinsam auf den Weg zu machen, zukunftsfähige Lösungen für die Zentren zu entwickeln und umzusetzen.
 
 
Ziel und Arbeitsweise des AK
Die Zielsetzung des AK Aktive Zentren ist:

  • der Austausch der planenden Berufe (einschließlich Ausbildung) bzgl. Innenstadtentwicklung in öffentlich-privater Kooperation: freie PlanerInnen, in Büros und Verwaltungen angestellte PlanerInnen, VertreterInnen der Hochschulen aus allen Bundesländern
  • Hinterfragen von Entwicklungen und Trends der Innenstadtentwicklung. Beleuchtung der Einflussgrößen dieser Entwicklungen
  • Herausarbeiten von Ansätzen der Gegensteuerung negativer Entwicklungen und von Ansätzen für eine erfolgreiche zukunftsweisende Entwicklung

Der AK beleuchtet die Innenstadtentwicklung von mehreren Seiten, arbeitet und denkt interdisziplinär und integrativ. Die öffentlich-private Kooperation ist in diesem Umfang ein Novum der StBauF; der Ansatz wird als zukunftsweisend betrachtet und spielt insofern im AK eine entscheidende Rolle.
 
Der AK kommt zweimal im Jahr zusammen. Einmal pro Jahr als Exkursion mit Diskussion der vor-Ort-Problemstellung und einmal pro Jahr zentral in Kassel mit einem konkreten Thema mit Impulsreferaten.

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