voraussichtlich am 8.11. und 9.11.24; bitte teilen Sie für eine bessere Planung bereits bis zum 1. Juli der Geschäftsstelle (info@srl.de) mit, ob der Termin am Freitag 8., Samstag 9. November 2024 geblockt oder unter Vorbehalt freigehalten werden kann.

Ostdeutsche Großsiedlungen, aber nicht nur diese, machen spätestens seit 2015 einen gravierenden Wandel durch. Sie werden zu Ankunftsstädten und bekommen damit eine "neue" Funktion, die zwar in den letzten 50 Jahrzehnten nie nicht da war, aber doch zumindest in den meisten ostdeutschen Städten nie im Vordergrund stand. Für die nächsten 50 Jahre ist aber durchaus anzunehmen, dass diese stadttypologische Aufgabe in deutschen Großstädten bleiben wird. Auch wenn für Großsiedlungen der westdeutschen Bundesrepublik schon länger die entsprechenden Bevölkerungsquoten mit Migrationshintergrund Normalität waren, so sind die Umbrüche durch die Rolle, Integrationsort nach der Flucht sein zu müssen/zu können, auch dort vorhanden. Doch gerade in der ostdeutschen "Provinz" findet dieser Umbruch krasser statt - und es lässt sich möglicherweise an Schwerin, Halle, Cottbus (und anderen vergleichbaren Großstädten) viel präziser dieser Umbruch beobachten - und wie die Großsiedlungen ihre neue Rolle annehmen.

Der Arbeitskreis möchte sich daher anhand des Fallbeispiels Schwerin diesem typologischen Dauerbrenner der Stadterneuerung widmen und mit Blick auf die Ergebnisse des Forschungsprojekts StadtumMig diskutieren, welche Erkenntnisse und stadtentwicklungspolitischen Forderungen unsererseits als SRL zu stellen sind, um sich gerade in den kleineren Großstädten jenseits der Millionenmetropolen für die entsprechenden Ankunftsquartiere dieser stetigen Aufgabe planerisch stellen zu können. Ostdeutsche Quartiere, die nach wenigen Prozent "Ausländeranteil" insgesamt vor 20 Jahren nun allein 10% Bewohner:innen mit syrischem Hintergrund haben, sind lediglich extremer im Wandel als andere Quartiere, wo man möglicherweise "alte" Migrationshintergründe (sog. frühere Gastarbeiter) und "neue" Migrationshintergründe (Flucht) ebenfalls in einer gemeinsame Nachbarschaftspolitik bringen muss. Und, dass die Siedlungen der Spätmoderne nicht automatisch als Ankunftsquartiere geeignet sind - wir aber genug Erfahrungen darin besitzen, sie für heutige Anforderungen umbauen zu können, mag innerhalb der SRL auch niemanden überraschen, bleibt nichtsdestoweniger diskussionswürdig.

Das Werkstattgespräch - als einziges analoges Format des Arbeitskreises - verbindet Exkursionsrundgänge in den Schweriner Großsiedlungen mit thematischen Diskussionsrunden über den besuchten Ort hinaus. Es wird ehrenamtlich organisiert und der AK-Sprecher ist dankbar für das Engagement aus Schwerin und von den Kolleginnen der StadtumMig-Forschung, sich hier einzubringen. 

Bitte teilen Sie für eine bessere Planung bereits bis zum 1. Juli der Geschäftsstelle (info@srl.de) mit, ob der Termin am Freitag 8., Samstag 9. November 2024 geblockt oder unter Vorbehalt freigehalten werden kann.