Bei meinem nächsten Besuch möchte ich besonders informiert werden über:
Themen

Mit der VV Städtebauförderung 2020/21 wurden Maßnahmen des Klimaschutzes bzw. der Klimafolgenanpassung als neue Fördervoraussetzung für den Einsatz der Bund / Länder-Fördermittel in allen drei Programmen im „Rahmen der Gesamtmaßnahmen“ implementiert. Dies wird von der SRL nachdrücklich begrüßt. Im kommunalen Handeln werden entscheidende Weichenstellungen beim Klimaschutz und insbesondere bei der Anpassung der Infrastruktur an die Folgen des Klimawandels erwartet. Die Formulierungen in der VV sind jedoch zu unbestimmt und rein quantitativ („in angemessenen Umfang“, „mindestens eine Maßnahme im Zuwendungszeitraum“). Die Wirkung dieser Fördervoraussetzung bleibt bisher deutlich unter ihren Möglichkeiten. Nur wenige Bundesländer haben die Anforderungen für die Programmkommunen konkretisiert.

SRL-Anforderungen an die Überarbeitung der Verwaltungsvereinbarung (VV) zur Städtebauförderungngen

Für den SRL-Ausschuss Städtebauförderung:
Klaus Habermann-Nieße, Markus Hirth, Arvid Krüger, Barbara Wolf,
03.06.2022

Termin: 13. Juni 2022, 16:00 bis 18:00 Uhr (Zoom)

Wie gewinnt und hält man qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen? Wie kalkuliert man Stundensätze so, dass ein Auftrag sich am Ende auch lohnt? Und wie kommt man überhaupt an Aufträge? Wer ein Planungsbüro übernimmt, steht am Anfang vor vielen Fragen und Herausforderungen, auf die das Studium nur sehr bedingt vorbereitet hat.
In der SRL, und insbesondere im Ausschuss Berufsstand, gibt es zu diesen Fragen sehr viel Expertise und Erfahrungswissen. Dieses möchten wir im Sinne der Vernetzung und des voneinander Lernens gerne an interessierte SRL-Mitglieder weitergeben und miteinander ins Gespräch kommen.
Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an diejenigen, die entweder vor kurzem ein Planungsbüro gegründet oder übernommen haben, mit dem Gedanken spielen, ein Planungsbüro zu übernehmen oder in leitender Position tätig sind. 
Zudem wird der Ausschuss über die laufende Weiterentwicklung der HOAI informieren.

ReferentInnen:

Begrüßung und Einführung:
Dipl.-Ing. Reinhard Drees, Vorsitzender des Ausschuss Berufsstand

Praxisinputs:
Dipl.-Ing. Kerstin Langmaack, Inhaberin Planungsbüro BCS Stadt+Region, Lübeck
Dipl.-Ing. Bettina Gerlach, Geschäftsführende Gesellschafterin Planungsbüro Dragomir Stadtplanung GmbH, München
Dipl.-Ing. Alexander Gardyan, Gründer, geschäftsführender Gesellschafter und Projektleiter Planungsbüro IKS Mobilitätslösung, Kassel

Anmeldung: https://eveeno.com/667623640

nach zwei Jahren Coronapause plant der AK Städtebau für den 24. und 25. Juni eine Exkursion nach Würzburg.
Programmpunkte werden sein: Rundgang durchs Bahnhofsumfeld, Entwicklungsgebiet Hubland, gemeinsames Abendessen und Arbeitskreistreffen. 

Einladungsschreiben

Anmeldung bitte bis zum 20.06.2022 an info@srl.de

am 24.06.2022 führt die Exkursion des AKs nach Beelitz-Heilstätten. Vormittags ab ca. 11 Uhr wird eine Führung durch den denkmalgeschützten ehemaligen Krankenhauskomplex angeboten, anschließend trifft sich der AK von 14 - 16:30 Uhr im Social Impact Lab Beelitz Heilstätten für Fachvorträge und Diskussion zu Themen der ländlichen Entwicklung. Von 17-18 Uhr geht es Themen der weiteren Arbeit, weiterhin werden die AK-Sprecher/innen gewählt.

Weitere Information zu Programm und Anmeldung folgen in Kürze.

Gemeinsam mit der Ungarischen Gesellschaft für Urbanistik (MUT) organisiert der SRL-Ausschuss Europa im Herbst 2022 ein englischsprachiges Online-Seminar zur Umsetzung der Territorialen Agenda sowie zur Leipzig Charta in Deutschland und Ungarn. Folgende Fragestellungen stehen im Fokus:

  • Aktueller Stand des Planungsrechts (Raumordnung und Bauleitplanung) unter Einbeziehung der aktuellen Entwicklung in beiden Staaten –

  • Vertiefung 1: Inwieweit und an welchen konkreten Stellen trägt das Planungsrecht zur Umsetzung der Territorialen Agenda 2030 bei? Im Einzelnen: Gerechtes Europa und Grünes Europa, Beitrag der Raumordnung zur planerischen Vorsorge beim Klimawandel, z.B. Hochwasser, sommerliche Hitze

  • Vertiefung 2: Inwieweit und an welchen konkreten Stellen trägt das Planungsrecht zur Umsetzung der Neuen Leipzig-Charta bei? Im Einzelnen: Verlässliche Daseinsvorsorge unter den Bedingungen des Klimawandels, Verringerung der Benachteiligung auf sozialer, wirtschaftlicher, und ökologischer Ebene, Stärkung einer integrierten, gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung einschl. der planerischen Pandemie-Vorsorge zur Steigerung der Resilienz der Innenstädte und der Wohnquartiere

  • Sonstiges, mögliche Punkte einer zukünftigen Zusammenarbeit SRL – MUT

Die neue Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Klara Geywitz, hat die SRL Ende Januar zu einem Kennlerngespräch eingeladen, Susanne Jahn hat den SRL-Vorstand vertreten. Zentrale Themen des Gesprächs waren die Bodenpolitik und die Forderung u.a. von der SRL, eine Enquete-Kommission zur gemeinwohlorientierten Bodenpolitik einzurichten. Weitere Themen waren die zukünftige (internationale) Ausrichtung der Nationalen Stadtentwicklungspolitik, die Städtebauförderung, die Zusammenarbeit mit den Kommunen, die ambitionierten Neubauvorhaben der Bundesregierung, Möglichkeiten der Beschleunigung und des qualitätvollen Städtebau, serielles Bauen, Baukultur, Fachkräftemangel und die Novellierung der HOAI (hier insbesondere die Dynamisierung der statischen Honorare in der Flächenplanung). Klara Geywitz unterstützt die Forderung einer Enquete-Kommission zur gemeinwohlorientierten Bodenpolitik und prüft auch die Einführung einer neuen Wohngemeinnützigkeit. Für klimagerechtes, energetisches Planen und Bauen will sie eng mit Minister Habeck zusammenarbeiten. Darüber hinaus strebt sie eine breite Beteiligung der Verbände und anderen Stakeholder an.

Berlin, 28.01.2022

  • Rainer Bohne wird erneut über den Verfahrensstand zum Bebauungsplan Urbane Mitte in Berlin – Schöneberg berichten, der eine enorme hohe städtebauliche Dichte vorbereitet. Das Abwägungsergebnis müsste zwischenzeitlich vorliegen und soll im AK gemeinsam diskutiert werden.
    >> Rainer Bohne ist ehemaliger Geschäftsführer der SRL, Annalie Schön ist ehemalige Mitarbeiterin der Senatsverwaltung Berlin im Bereich der Stadtentwicklung.
  • Der Vortrag von Karlfried Daab schließt ebenfalls an die Diskussion der letzten Sitzung zum Thema städtebauliche Qualitäten und Dichten an. Er wird aus dem Bericht des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe – Beispiele für Wohndichten vortragen.
    >> Dr. Karlfried Daab ist Geschäftsführer der DNR Daab Nordheim Reutler PartGmbB Leipzig.
    (https://www.nachbarschaftsverband-Karlsruhe.de/b4/wohndichten.de)
  • Ergänzend zum Thema städtebauliche Dichten wird Susanne Mehlis aus einer Studie zu Städtebaulichen Dichte und Klimaanpassung berichten, die derzeit für die Stadt Nürtingen erarbeitet wird.
    >> Susanne Mehlis ist Leiterin des Stadtplanungsamtes in Nürtingen.

Donnerstag, 16. Dezember 2021 von 16:00 bis 17:30

Die Territoriale Agenda ist eine zentrale politische Rahmenvereinbarung der EU-Mitgliedstaaten über die Leitziele der Raumordnung in Europa. Mit der Territorialen Agenda 2030 (TA 2030) wurde unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft am 1. Dezember 2020 in Leipzig eine novellierte Fassung dieses Dokumentes beschlossen.

Welche Bedeutung hat die TA 2030 für die Stadt-, Regional- und Landesplanung, und wie kann sie zu einer nachhaltigen Zukunft für alle Orte und Regionen in Europa beitragen? Zur Annäherung an diese Fragen stellte Dr. Daniel Meltzian, Leiter des Referats Europäische Raumentwicklungspolitik; territorialer Zusammenhalt im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zunächst die Vorgeschichte, den Erneuerungsprozess und die Inhalte der TA 2030 vor.

Er unterstrich, dass es in der erneuerten Territorialen Agenda stärker als bisher um die praktische Umsetzung der formulierten Ziele geht. Sie greift dafür die Herausforderungen der vergangenen Jahre auf, wie z.B. den Erholungsprozess seit der Wirtschafts- und Finanzkrise, die Neuausrichtung der europäischen Klimapolitik, die fortschreitende Digitalisierung sowie den demografischen Wandel. Mit den Leitzielen eines „gerechten“ und eines „grünen“ Europa (Just and Green Europe) werden klare inhaltliche Akzente gesetzt. Die Mitgliedstaaten sind aufgefordert, diese Ziele mit Leben zu füllen und die räumliche Dimension zugunsten einer „Zukunft für alle Orte“ auf allen Ebenen und in allen Fachpolitiken zu stärken.

Anschließend stellte Sina Redlich, Projektleiterin im Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) aktuell laufende Pilotaktionen zur Umsetzung der TA 2030 vor. Bei den Pilotaktionen handelt es sich um mitgliedstaatliche Initiativen, die in europäischen Partnerschaften und mit Fokus auf national jeweils bedeutsame Themen beispielhaft an der Operationalisierung der Prioritäten der TA 2030 arbeiten. Folgende Pilotaktionen werden derzeit umgesetzt:

  • Eine Zukunft für strukturschwache Räume (Federführung: Deutschland)
  • Der Beitrag von Fachpolitiken zu räumlichen Ungleichgewichten (Territorial Impact Assessment, TIA; Federführung: Polen)
  • Die Bedeutung kleiner Orte für die Raumentwicklung (Federführung: Norwegen)
  • Eine räumliche Vision für einen grenzüberschreitenden funktionalen Raum (Federführung: Luxemburg)
  • Klimaneutrale, bürgernahe Alpenstädte (Federführung: Schweiz)
  • Anpassung an den Klimawandel und Resilienz durch Landschaftswandel (Federführung: Portugal)

Die unter deutscher Federführung umgesetzte Pilotaktion zur Stärkung strukturschwacher ländlicher Räume läuft noch bis 2023. Im Mittelpunkt steht die Umsetzung räumlicher Strategien der Daseinsvorsorge durch lokale und regionale Akteure, sowie die Untersuchung von Möglichkeiten für eine effektive Verzahnung von Regional- und Fachplanungen.

In der Diskussion standen insbesondere die Pilotaktionen im Mittelpunkt des Interesses, sowohl hinsichtlich einer möglichen Mitwirkung als auch hinsichtlich der Möglichkeiten zum Anschub weiterer Initiativen (z.B. zu Prozessen des Strukturwandels). Außerdem wurde vereinbart, im Laufe des nächsten Jahres erneut zu den Pilotaktionen zu berichten, sobald weitere Fortschritte in der Umsetzung erzielt worden sind.

Weitere Informationen:

https://territorialagenda.eu/

https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/programme/moro/studien/2020/umsetzung-territoriale-agenda/01-start.html

 

Präsentationen:

Territoriale Agenda 2030. Eine Zukunft für alle Orte
Referent: Dr. Daniel Meltzian, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

Die Pilotaktionen zur Umsetzung der TA 2030
Referentin: Sina Redlich, Europäische Raum- und Stadtentwicklung Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.